Das Beuchaer Siegel

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Geschichte

Beucha war eine slawische Siedlung. Es wird vermutet, dass die erste Besiedlung im 6. Jahrhundert als Rundling zwischen Rittergut, Kirche und Mühle erfolgte. 1790 wurde die eine Glocke auf ca. 600 Jahre von einem Glockengießer geschätzt, so dass die Kirche um etwa 1190 erbaut wurde.

Die erste namentliche Erwähnung als Dorf Bichow erfolgte 1180.

Der urkundliche Nachweis ist erstmalig aus dem Jahre 1350 vorhanden. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche umgebaut.

Im Gebäude neben der Kirche, dass 1860 erbaut wurde, befand sich bis 1945 die Schule. Durch Platzmangel wurde die Schule in 3 Zimmer des Rittergutes verlegt. Bis 1951 wurde dort unterrichtet, dann mussten die Schüler in der Zentralschule Steinbach, nach Schuljahren getrennt voneinander, geschult werden.

Während der Völkerschlacht war die Umgebung stark in die Kämpfe einbezogen. An den Ufern der Eula war ein französisches Biwak (Feldlager von Soldaten). Am 10.Oktober 1813 zogen die verbündeten Armeen, Preußen, Österreicher und Russen, durch das Dorf in Richtung Leipzig.

In allen nachfolgenden Kriegen mussten auch Beuchaer Einwohner teilnehmen. Für die gefallenen Beuchaer wurde ein Gedenkstein vor dem Friedhof und eine Gedenktafel in der Kirche errichtet.

Durch die Bombenangriffe am Ende des 2. Weltkrieges waren viele Einschläge im Dorf und in den Fluren rings um zu beklagen. Der Grund war die Nähe zum Außenlager des KZ Buchenwald, der sogenannten "HASAG", welches sich im Wald in Richtung Flößberg, dem heutigen Gebiet der Waldhäuser befand.

Tritt man aus dem Wald und sieht in Richtung Flößberg, so sieht man einen Damm im Hintergrund. Das ist der ehemalige Bahndamm. Am 2.Oktober 1937 wurde die Strecke der Querbahn von Borna über Neukirchen, Schönau, Flößberg, Bad Lausick nach Großbothen, als 9. Variante der Streckenführung, eingeweiht. Vom 1. Plan bis zur Fertigstellung vergingen 80 Jahre, bedingt durch Kriege und Inflation. Nach 1945 wurde diese Strecke stillgelegt und abgebaut. So existieren nur noch der Bahndamm und die Brücken.

Im Jahre 1945 gab es in Beucha 15 Bauernhöfe mit insgesamt 250 ha und das Rittergut mit 200 ha, die nach der Bodenreform an 46 Familien aufgeteilt wurden. Ab 1952 wurden die Felder genossenschaftlich bewirtschaftet. Auch heute werden diese Flächen vom Landwirtschaftbetrieb Kitzscher GmbH bewirtschaftet.

Auch kommunal hat sich nach 1945 einiges geändert. Es wurden Amtsräume für die Gemeindeverwaltung im Herrenhaus des Ritterguts eingerichtet. Ab dem Jahre 1953 gab es hier einen Kindergarten. Ab 1954 konnten die Beuchaer in einem Raum des Herrenhauses fernsehen.

1966 wurden die Gemeinden Beucha und Steinbach zur Gemeinde Beucha-Steinbach mit Amtssitz in Steinbach zusammengeschlossen, später kam noch die Gemeinde Stockheim dazu und die Gemeinde erhielt den Namen Steinbach. Zum heutigen Zeitpunkt gehören wir als Ortsteil zur Stadt Bad Lausick.

 

 

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